Aussichtsturm auf Studenec bei Ceska Kamenice  736,5 m n. m.

  

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Blick vom Aussichtsturm auf dem Kaltenberg bei Ceska Kamenice Blick vom Aussichtsturm auf dem Kaltenberg bei Ceska Kamenice Blick vom Aussichtsturm auf dem Kaltenberg bei Ceska Kamenice

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  • Der 5. Jahrestag der Wiedereröffnung des Kulturdenkmals "Aussichtsturm auf dem Kaltenberg (Studenec)"
  • Ausflug zum rekonstruierten Aussichtsturm auf dem Kaltenberg
  • Das erste Jahr nach der Rückgabe des wiederhergestellten Aussichtsturmes auf dem Kaltenberg
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Veranstaltungskalender

22

Sonntag, 22. Juni, 2014

5. Jahrestag der Wiederrröffnung des Aussichtsturmes auf dem Kaltenberg

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Etwas über den Kaltenberg

 

Vrchol Studence s suťovými poli
fotografie pořízena roku 1956

   Der Kaltenberg (736,5 m ü.NN) ist sehr markant und aus allen Richtungen bereits von der Weite als ein auf breiter Basis stehender Basaltberg sichtbar. Er liegt ca. 4 km nordöstlich von Böhmisch Kamnitz, zwischen den Ortschaften Kaltenbach und Hasel. Er ist die größte, westlich liegende Dominante des Lausitzer Gebirges. Angeblich wurde der Kaltenberg nach der Quelle des außerordentlich kalten Wassers (ca. 1,25°C), die an seinem Nordosthang entspringt, benannt. Der Kaltenbach fließt von seiner
Quelle hinab durch den sogenannten „Osegrund“, das ist ein tiefes Tal zwischen Kaltenberg und Buchhübel (559,9 m ü.NN). Er fließt dann weiter durch die Ortschaft Kaltenbach und mündet schließlich im Paulinengrund in den Kreibitzbach. Den Süd- und Südosthang des Kaltenbergs bedecken ziemlich große und weitläufige Schuttfelder aus Basaltgestein. Isolierte In selchen aus Basaltschutt sind auch am Ost- und Nordhang zu finden. Schon im 19.Jahrhundert wird berichtet, dass der Kaltenberg völlig mit wuchtigen Bäumen bewaldet ist. Am bekanntesten war seinerzeit ein am Nordosthang des Berges wachsender, besonders mächtiger Baum, die sogenannte „Fürstentanne“.
Aus der Chronik von einem Chronisten aus Rennersdorf, dem Herrn Ernst Vater, erfahren wir: „Im Jahre 1812 wurde der obere Teil einer Tanne vom Gewitter abgebrochen, und man hatte davon 5 Klafter Holz hergestellt. Aus dem Strunk des Baumes sind drei neue Spitzen herausgewachsen, welche wieder das Gewitter im Jahre 1833 abgebrochen hat. Die „Fürstentanne“ fing danach jedoch an zu verrotten und wurde am 27.8.1858 gefällt. Sie sollte so ungefähr 380 – 385 Jahre alt gewesen sein. Sie maß in 80 cm über dem Boden am Stamm 2,50 m im Durchmesser und hatte einen Umfang von 8 m. Im Jahre 1858 war sie 56 m hoch. Nach der Schätzung im Jahre 1812 war sie 60 m hoch. Man konnte davon 51,7 Klafter Holz und Balken zu 9,50 m herstellen und das Holz für 284 Goldstücke und 24 Kreutzer verkaufen. Eine weitere dicke Tanne auf dem Gipfel des Berges wurde am 13.11.1888 gefällt, und diese hatte einen Umfang von 4,75 m “.
    

Digitalis purpurea - náprstník červený

 

Das „Kaltenbach-Reservat“ stellt einen außergewöhnlich wertvollen Komplex von naturnahen Waldbeständen dar. Auf dem Schutt der nicht bewaldeten Flächen gedeihen in Gemeinschaft außerordentlich wertvolle Arten von Moosen und wirbellosen Tieren. Häufig handelt es sich um sogenannte Glazialrelikte, d.h. um Arten, welche in der spezifischen Umgebung des Basalt-Schutts die letzte Eiszeit überlebt haben und deren Vorkommen heute nur auf Nordeuropa und das Gebiet der Alpen begrenzt ist. Den Gipfel des Berges mit seinen Schuttfeldern bedecken niedrigwüchsige Buchen. 

 

 

In der unteren Niederung wächst Bergahorn, der sich durch sein sehr wertvollen Holz auszeichnet, welches sehr gefragt ist und vor allem in der Industrie, Möbelherstellung, Schnitzerei und Drechslerei genutzt wird. Aus der Steinzeit wurden in den damaligen Gebäuden bereits Reste von Werkzeugen gefunden, welche aus solchem Bergahorn hergestellt worden sind. Auf feuchteren Stellen wachsen auch Eschen, seltener jedoch Rüster und Spitzahorn.

Lunaria rediviva - měsíčnice vytrvalá

Kamzík

   Am Kaltenberg und in seiner Umgebung leben heute auch Gämsen, welche hier zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts neu angesiedelt wurden. Vor hundert Jahren wurden diese Tiere aus den Alpen nach hier ausgesetzt, und sie haben sich bis heute den hiesigen Bedingungen hervorragend angepasst. Heute können wir sie nicht nur in den Wäldern des Lausitzer Gebirges, sondern auch in unmittelbarer Nähe von menschlichen Siedlungen dieser Gegend treffen. In der Chronik von Ernst Vater wurde bemerkt, dass am Kaltenberg im Jahre 1759 auch Wölfe gesichtet wurden.
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